Im April 2006 startete der JesusCenter e.V. als Social-Franchise Partner der wellcome gGmbH für den Stadtteil St. Pauli. Heute versorgt der Verein, mit einem Team von durchschnittlich zehn Ehrenamtlichen, Familien im ersten Lebensjahr ihres Kindes nach der Geburt in den Stadtteilen St. Pauli, Sternschanze, Altona-Nord und Altona- Altstadt mit praktischer Hilfe.
Staatsrätin Michaela Peponis, die stellvertretend für Ksenija Bekeris (SPD), Senatorin und Präses der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg und Schirmfrau für wellcome Hamburg das Grußwort hielt, würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen mit der verantwortlichen wellcome-Koordinatorin Ute Bastian: „Nach der Geburt eines Kindes verändert sich der Alltag einer Familie von einem Tag auf den anderen. Seit fast 25 Jahren sorgt wellcome dafür, dass Eltern in dieser Zeit verlässliche Unterstützung finden. Dass das JesusCenter diese Hilfe seit 20 Jahren an den Standorten Altona und St. Pauli anbietet, ist für viele Familien ein großer Gewinn. Für diesen Einsatz möchte ich allen Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden, die sich bei wellcome engagieren, danken.“
In ihrem Impulsvortrag „Damit Familie gelingt: Gemeinsam Verantwortung übernehmen“, betonte Ilsabe von Campenhausen, Geschäftsführerin der wellcome gGmbH, wie wichtig eine frühe und unkomplizierte Unterstützung für Familien ist. Angesichts sinkender Geburtenzahlen machte sie deutlich, dass Familien gute Rahmenbedingungen brauchen, um mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken. „Familienfreundlichkeit darf kein schönes Bekenntnis bleiben. Sie muss politische Priorität werden“, so von Campenhausen.
Seit 2006 wurden mit dem wellcome-Angebot im JesusCenter e.V. 331 Familien mit mehr als 9.280 Stunden von Ehrenamtlichen unterstützt. In den vergangenen Jahren waren es häufig Familien mit Mehrlingen, die das Angebot nutzten. Auch Trennungen von Elternteilen, psychische Belastungen oder zunehmende soziale Isolation waren und sind Gründe, die Eltern dazu bewegen, Unterstützung durch die wellcome-Ehrenamtlichen in Anspruch zu nehmen.
Beim anschließenden Familienfest im Florapark auf der Schanze feierten ehemalige und aktuelle wellcome-Ehrenamtliche und Familien der letzten 20 Jahre, Anwohnende und Mitarbeitende des JesusCenter e.V. bis in den späten Nachmittag. Das wellcome-Angebot im JesusCenter e.V. ist ein Baustein der sozialdiakonischen Arbeit des Vereins, der seit über 56 Jahren unter dem Motto „Nächstenliebe auf der Schanze“ tätig ist.
Kurzinfo zu wellcome - Praktische Hilfen nach der Geburt
wellcome – Praktische Hilfen nach der Geburt bietet Familien im ersten Lebensjahr eines Babys unkomplizierte, alltagsnahe Unterstützung durch Ehrenamtliche und somit Hilfe beim Übergang in den Alltag mit Baby. Die Unterstützung durch wellcome kann von allen Familien in Anspruch genommen werden, die sich im ersten Jahr nach der Geburt Entlastung wünschen. Die Ehrenamtlichen besuchen die Familien ein- bis zweimal pro Woche zu Hause, meist über einen Zeitraum von einigen Monaten. Sie gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Schlaf nachholen kann, begleiten die Mehrlingsmutter zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Fachlich begleitet wird der Einsatz von den Teamkoordinationen, die als erfahrene Fachkräfte den Ehrenamtlichen und auch den Familien für alle Fragen zur Verfügung stehen.
Kurzinfo zum JesusCenter e.V.
Der JesusCenter e.V. ist ein sozialdiakonisch tätiger Verein in Hamburg, der seit 56 Jahren im Stadtteil Sternschanze für Menschen da ist, die Hilfe und Gemeinschaft suchen. Die Arbeit gliedert sich in folgende Arbeitsbereiche:
- Die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe mit der Offenen Arbeit und den „Hilfen zur Erziehung“ nach §§ 27, 41, 30, 31 SGB VIII. Hier ist auch das wellcome-Angebot angegliedert.
Das Offene Angebot, das hauptsächlich auf zwei angemieteten Etagen im Florabunker stattfindet, umfasst u.a. kostenloses Essen für benachteiligte Kinder und Jugendliche am Nachmittag nach der Schule, einekostenlose Lernförderung für Kinder und Jugendliche mit Nachhilfe und Lerntherapie, offene Treffs in den Räumlichkeiten des JesusCenter mit Kochen, Kickern, Klönen, Spielen, ein Musik- und Sportangebot, ein Draußen-Angebot für Kinder und Eltern, sowie Ferienfreizeiten in den Hamburger Schulferien.
Im Bereich Hilfen zur Erziehung können Jugendliche von Sozialarbeiter*innen betreut, aber selbständig wohnen. Aktuell sind es größtenteils minderjährig geflüchtete Jugendliche, die in den Wohnungen des JesusCenter leben.
- Den Sozial- und Kulturtreff mit dem Café Augenblicke (Angebote hier: kostengünstiges Mittagessen, Lebensmittelausgabe, Dusche, Kleiderkammer, Sozialberatung, Schuldnererstberatung und Seniorenarbeit)
- Die Verein- und Stadtteilarbeit mit dem Engagement im Stadtteilbeirat, Runden Tischen, „Füreinander in der Schanze“ und der Verwaltung und Bereitstellung eines Spielhauses im Schanzenpark für Gruppen und Familien aus dem Stadtteil.
Der JesusCenter e.V. ist Mitglied im Diakonischen Werk, ein gemeinnützig anerkannter Verein und anerkannter Träger der staatlichen Jugendhilfe. Einen Großteil der Arbeit finanziert der Verein über Spenden und Stiftungsgelder.
Weitere Informationen zum JesusCenter e.V. gibt es unter www.jesuscenter.de .
Bildunterschrift: v.l.n.r. Andreas Grenz, Staatsrätin Michaela Peponis, Ilsabe von Campenhausen, Barbara Haarmann (Foto Artur Pflanz Fotodesignart)
Presse Ansprechpartner
Esther Bock v. Wülfingen, Tel.: +49 40 401877-42, Mob.: 0176 18900733,
E-Mail: esther.bockvonwuelfingen@jesuscenter.de
