Jugend- und Familienhilfe

Wir helfen jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen! Wir unterstützen und stärken sie. In der Familienhilfe betreuen wir Familien aus dem Stadtteil. In der Jugendhilfe begleiten und betreuen wir Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren. Junge Menschen können bei uns ambulant im trägereigenen Wohnraum oder extern im eigenen Wohnraum betreut wohnen. Unser Ziel ist es, Menschen stark zu machen, damit sie künftig ein eigenes selbstverantwortetes Leben führen können. Damit das Leben gewinnt!

Mehr erfahren

Angebot

Als anerkannter Träger der Jugendhilfe arbeiten wir seit vielen Jahren erfolgreich mit den Hamburger Jugendämtern zusammen. Bei unseren Angeboten unterscheiden wir zwischen Angeboten, die über die Jugendämter finanziert werden und für die es gewisse Voraussetzungen gibt und Zusatzangeboten für unsere Kinder- und Jugendlichen, die sich aus Stiftungsmitteln finanzieren. Die Zusatzangebote sind für die Teilnehmenden i.d.R. kostenlos.

Unsere Angebote sind:

  • Erziehungsbeistandschaft nach §§ 27, 41, 30 SGB VIII
  • Pädagogische Betreuung nach §§ 27, 41, 30 SGB VIII (nach Fachleistungsstunden) – im trägereigenen Wohnen des JesusCenter e. V. (24 Plätze in neun Wohnungen) oder im eigenen Wohnraum
  • Sozialpädagogische Familienhilfe nach § 31 SGB VIII

Die Voraussetzungen zur Gewährung dieser Hilfen sind:

  • Antragstellung beim zuständigen Jugendamt/Allgemeinen Sozialen Dienst
  • Hilfeplangespräche, um Ziele, Umfang und Dauer der Hilfen abzuklären


Flyer Angebote

Und so sehen unsere Angebote konkret aus

Erziehungsbeistandschaft

Hier begleiten unsere Sozialpädagog*innen Kinder und Jugendliche ambulant  im elterlichen Zuhause oder in der eigenen Wohnung. Ziel ist es, Entwicklungsprobleme möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes zu bewältigen und die Kinder und Jugendlichen selbständig zu machen. Wichtig ist auch, dass der Lebensbezug zur Familie erhalten bleibt.  Die Hilfe soll  ​​​​​​zudem nachhaltig wirken. Das heißt, Fähigkeiten und Kompetenzen der jungen Menschen und deren Lebensmöglichkeiten sollen erweitert werden.

Die pädagogische Betreuung im Begleiteten Wohnen

In unseren Wohnungen in Altona-Altstadt sowie im Schanzen- und Karolinenviertel können Jugendliche betreut, aber selbständig wohnen. Der Träger hat 24 Belegplätze. Es gibt insgesamt sechs 2er bzw. 3er Wohngemeinschaften und eine 1-Zimmer-Wohnung im trägereigenen Wohnen. Ziel ist es, den jungen Menschen dabei zu helfen, einen Weg in ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu finden. Unsere Sozialpädagog*innen treffen sich regelmäßig mit den Jugendlichen, unterstützen sie bei Problemen und beschließen gemeinsam nächste Schritte und Ziele auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Die sozialpädagogische Familienhilfe

Dieses Angebot richtet sich an Familien aus der Umgebung, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Unsere Sozialarbeiter gehen in die Familien und helfen den Menschen direkt vor Ort. In Abstimmung mit dem Jugendamt suchen wir nach Wegen, die persönliche Familiensituation zu verbessern. Als Mitglied im Kooperationsverbund Schanzenviertel für eine stadtteilbezogene Familienförderung, kurz KOOP, können wir auch andere Formen der Unterstützung vermitteln.

Unsere Zusatzangebote

Zusätzlich zu den Angeboten der gesetzlich verankerten Jugendhilfeplanung können unsere Jugendlichen bei uns eine Reihe weiterer Hilfsangebote wahrnehmen. In den vergangenen Jahren haben wir häufig minderjährige Geflüchtete aus unterschiedlichen Herkunftsländern betreut. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass „ein Mehr an Hilfe“ gerade bei diesen jungen Menschen viel bewirken kann und somit letztendlich eine gelingende Integration fördert. Damit das Leben gewinnt!

Die Zusatzangebote im Detail

Individuelle Lernförderung mit vorheriger Einschätzung unserer Lerntherapeutin

Die Lernförderung ist ein Angebot für unsere (geflüchteten) Jugendlichen, bei dem Wissen und Können der Schüler gefördert werden. Inhaltlich besteht immer ein schulischer Bezug. Der nächste Schulabschluss wird bedacht und fließt in die Lernziele ein.

Bevor die jungen Menschen mit der Lernförderung beginnen, schätzt unsere Lerntherapeutin bei jedem Schüler die persönliche Lernbiografie ein und erstellt in der Folge den individuellen Förderbedarf.

Je nach Bedarf können wir folgende Förderung anbieten:

  • Sprachförderung
  • Lernförderung:  Hier wird meist einfaches Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet.
  • Nachhilfe: Die klassische Nachhilfe beschäftigt sich mit Inhalten des Schulunterrichtes; der Jugendliche bringt Hausaufgaben oder Vorbereitungen für Arbeiten mit. (Fächer: Mathe, Deutsch, Englisch, Naturwissenschaften.)
  • Lerncoaching: Der Jugendliche lernt Inhalte wie Organisation, Struktur und Kontrolle des eigenständigen Lernens.
  • Lerntherapie: Der Jugendliche hat große Lern-, Gedächtnis-  und Konzentrationsprobleme und benötigt eine therapeutische ganzheitliche Unterstützung.

Je nach Kapazität und Bedarf können die Jugendlichen zwischen ein und drei Nachhilfestunden pro Woche erhalten.

Eine Patenschaft

Ein Großteil der jungen Menschen, die in unseren Wohnungen leben und betreut werden, haben in ihren Herkunftsländern die unterschiedlichsten Belastungssituationen erlebt: Gewalt, kriegsähnliche Situationen, familiärer Verlust oder die eigene Flucht. Erfahrungen wie diese hängen unseren Jugendlichen oft lange nach. Häufig herrscht eine emotionale und seelische Verunsicherung. Das Leben in einer neuen, fremden Kultur ist zusätzlich eine große Herausforderung. Verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen in Form einer Patenschaft mit einem älteren und für junge Männer vor allem auch männlichen Vorbild, sind in dieser Situation eine große Hilfe. Eine Patenschaft bietet Orientierung, Entlastung und Stabilisierung. Wir suchen und schulen passende Paten für unsere Jugendlichen. Wir begleiten und koordinieren die Patenschaften und stehen als Ansprechpartner für beide Seiten zur Verfügung.

Dieses Projekt wird von unserer Integrationsbeauftragten koordiniert und geleitet.

Integrationsbeauftragte

Neben der Koordination unseres Patenschaftsangebotes und des Projektes „Integratives Wohnen“ besteht die Hauptaufgabe unserer Integrationsbeauftragten darin, die „interkulturellen Kompetenzen“ der jungen, bei uns betreuten Menschen zu fördern.

Unterschiedliche Freizeitangebote

Ein Ziel unserer Arbeit ist es, den Jugendlichen Vorbild zu sein. Zusätzlich wollen wir ihnen Struktur geben und sie selbständig machen. Wichtig ist uns auch, Gemeinschaft zu vermitteln und zu ermöglichen. Dies gelingt besonders in ungezwungener Atmosphäre. Die Freizeit-Angebote umfassen alltägliche Aktivitäten wie z.B. Ausflüge, einen Schwimmbadbesuch, gemeinsames Grillen oder das Anschauen eines Kinofilms. In den vergangenen zwei Jahren hatten wir zudem die Möglichkeit, im Sommer einen kurzen Urlaub mit unseren Jugendlichen zu unternehmen. Finanziert wurde diese Reise durch einen Eigenbeitrag der jungen Männer, einen Zuschuss vom Jugendamt und Spenden. Wir sind dankbar für diese Reisen. Für alle Teilnehmer waren es ein paar unbeschwerte Tage, ohne den Alltag mit Asylverfahren, Schulstress oder anderen Problemen. Für einige war es (sogar) der erste Urlaub überhaupt.

Integratives Wohnen

Seit September 2014 gibt es bei uns das Projekt „Integratives Wohnen“. Leitgedanke hinter dieser Arbeit ist, Integration mit Hilfe einer besonderen Wohnkonstellation gelingen zu lassen. In diesem Wohnprojekt leben sechs Jugendliche bzw. junge Erwachsene zusammen in einer Wohnung. Vier davon sind junge Männer mit Fluchterfahrung, die durch Mitarbeiter des JesusCenters betreut werden. Die beiden anderen jungen Männer, die in Deutschland aufgewachsen sind, bekommen keine Betreuung. Zusätzlich zu den sozialpädagogischen Betreuern, wird dieses Projekt von unserer Integrationsbeauftragten begleitet. Als unabhängige Person steht sie den Jugendlichen beratend zur Seite und ist oft Mittlerin zwischen den Kulturen. Das hat sich als sehr effektiv erwiesen.

Nach vier Jahren Pilotprojekt ziehen wir eine positive Bilanz. Es ist ermutigend zu sehen, dass Integration mit neuen Wegen gelingen kann. Im Juni 2015 berichtete die Welt über unser WG-Experiment. Den Artikel finden Sie hier.

Weitere

Vermittlung und Anbindung der Kinder, Jugendlichen und Familien in die Offene Kinder- und Familienhilfe des JesusCenters.

Vermittlung in weitere sozialräumliche Angebote des KOOP Schanze 

Sie haben Fragen zu unseren Zusatzangeboten? Oder Sie brauchen eine Auskunft zur Erziehungsbeistandschaft, zur ambulanten Betreuung von jungen Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren oder zur Sozialpädagogischen Familienbetreuung? Dann kontaktieren Sie bitte Barbara Haarmann (Fachbereichsleitung der „Hilfen zur Erziehung“) unter 040/401877-46 oder Andreas Braun (Teamleitung Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen) unter 040/401877- 53.

Eindrücke

Konzept

Im Folgenden finden Sie unser Konzept für eine ambulante Hilfe nach § 30 SGB VIII Erziehungsbeistand / Betreuungshelfer sowie die zugehörige Leistungsvereinbarung nach §§ 77 SGB VIII zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg (vertreten durch die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration - Amt für Familie - ) und dem JesusCenter e.V..

Konzept für eine ambulante Hilfe nach § 30 SGB VIII Erziehungsbeistand / Betreuungshelfer.pdf

Leistungsvereinbarung nach §§ 77 SGB VIII .pdf

 

Team des Fachbereichs

Barbara Haarmann

Vorstand und Fachbereichsleitung-HZE

Tel 040-401877-46
Mobil 0176-72273020
E-Mail senden

Andreas Braun

Teamleitung - Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-53
Mobil 0159-02132440
E-Mail senden

Julia Brinkmann

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-51
Mobil 0152-07145672
E-Mail senden

Lisa-Maria Bruckmüller

Integrationsbeauftragte und Patenschaftskoordinatorin

Tel 040-401877-51
E-Mail senden

Pia von Deyen

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-48
E-Mail senden

Anette Quade

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 0152 – 07152365
E-Mail senden

Julian Reichert

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-47
E-Mail senden

Dominik Schnepper

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-43
E-Mail senden

Rebecca Ulbrich

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040-401877-43
E-Mail senden

Günter Walz

Ambulante Betreuung/Begleitetes Wohnen

Tel 040 - 401877-54
Mobil 0176 – 82796414
E-Mail senden

Ihre Spende hilft